Bei Runge geöffnet

Bilingual geforscht: Im Runge-Gymnasium wird auch zweisprachig unterrichtet und experimentiert.
Künftige Schüler und ihre Eltern hatten hier die Möglichkeit, sich über die Angebote der Bildungseinrichtung zu informieren und zahlreiche Präsentationen und Mit-Mach-Angebote hautnah zu erleben. Bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung um 10 Uhr füllten sich die Flure des modernen Neubaus zusehends. In Empfang genommen wurden die Besucher am Eingang von Schüler-Scouts aus den siebten Klassen. Ein sehr gefragter Anlaufpunkt war unter anderem die Turnhalle, die mit in das Gebäude integriert ist und sich im ersten Obergeschoss befindet. Dort konnten sich die Gäste austoben und die verschiedensten Sportarten ausprobieren. Besonders beliebt war dabei die Kletterwand. Ein reges Treiben herrschte auch im Seminarraum der bilingualen Klassen. Immerhin ist dieses Angebot an englischsprachigem Unterricht in Biologie, Geschichte und Politischer Bildung einmalig in Oberhavel. Gute Sprachkenntnisse sind in Zeiten der Globalisierung immer gefragter. "In Ergänzung zum obligatorischen Englischunterricht wird der Wortschatz um eine große Portion Fachvokabular erweitert. Außerdem sprechen wir sehr viel im Unterricht miteinander", so Anna-Theres Mibus, eine der für den bilingualen Zug zuständigen Lehrer. Das Konzept findet auch bei den Schülern viel positive Resonanz. "Dadurch, dass nur wenigen Mitschüler schon perfekt Englisch sprechen, traut man sich auch, selbst etwas zu sagen, auch wenn man noch den einen oder anderen Fehler macht", finden Felix und Konstantin aus der bilingualen Klasse der aktuellen Jahrgangsstufe 7.
Ebenso interessiert waren die künftigen Schüler an dem USA-Austauschprogramm GAPP. Unter der Leitung von Englischlehrerin Gabriele Rohde fliegen seit inzwischen 13 Jahren jeden März rund 25 Schüler nach Alexandria, Indiana, um für vier Wochen den US-amerikanischen Schulalltag und das Leben in ihrer Gastfamilie kennenzulernen.In den Gängen war die Kreativität der Runge-Schüler deutlich zu spüren. Die Musiker der Percussion-Gruppe waren durch das gesamte Haus zu hören, die Mitglieder der Anti-Rassismus-AG "Pro Individualität" liefen durch die Flure und verteilten "Free Hugs", also Umarmungen für jeden. Und die Schauspieler aus der Theatergruppe "OBST" schlichen in kleinen Gruppen umher und spielten die Besucher unvermittelt an. Aus der Mensa wiederum duftete es nach Grillgut und Kuchen. Die Einnahmen aus dem Basar kommen zum Teil in soziale Projekte. Am Cupcake-Stand beispielsweise wurden über 200 Euro eingenommen. Das Geld kommt nun einem Briefaustauschprojekt der Schule mit der Inoro Secondary School im kenianischen Nanyuki zugute.

von Sophie Schade, Oranienburger Generalanzeiger

Quelle: http://www.moz.de/heimat/artikel-ansicht/dg/0/1/1543198/, am 10.01.2017