Am 27. Februar ging der Regionalwettbewerb bei "Jugend debattiert" über die Bühne

 

Im Wettbewerb der Klassen 8 bis 10 gewannen Julia Steinmetz (9. Klasse) und Marten Ilgeroth (8. Klasse), die beide am Runge-Gymnasium in Oranienburg lernen. Birgit Ehrig vom Regionalverbund Oberhavel schätzt ein: "Es war eine enge Entscheidung der Juroren, aber die beiden vertraten ihre Positionen überzeugend zu der Frage: „Soll ein Umweltpfand für Mobiltelefone eingeführt werden?“.

Aus den Jahrgangsstufen 11 bis 13 siegten Seán Kenny (10. Klasse) vom Louise-Henriette-Gymnasium Oranienburg und Jascha Rades (11. Klasse) vom Runge-Gymnasium, Ihr Debattenthema lautetet ganz aktuell: "Soll bundesweit eine allgemeine Impfpflicht gegen Masern eingeführt werden?".

Regionalkoordinatorin Birgit Ehrig freute sich über ihren ersten durchgeführten Wettbewerb am Runge-Gymnasium. In den vergangenen drei Jahren fand der Wettbewerb an der Regine-Hildebrandt-Schule in Birkenwerder statt. Nun zog der Wettstreit, der davon genährt wird, dass die besten Argumente und nachvollziehbarsten Schlüsse zu einem vorgegebenen, tagesaktuellen Thema gewinnen. Für die teilnehmenden Schüler ist der Wettstreit eine Chance, sich zu messen und kreis- beziehungsweise landesweit das eigene Profil zu schärfen. Schließlich diskutieren Jugendliche gern, vornehmlich mit ihren Eltern oder Lehrern. In dem Wettstreit aber geht es darum, von eigenen Positionen auch andere zu überzeugen, ja sie vielleicht für ein Thema zu begeistern.


In Jugend-debattiert-Schulen streiten Jugendliche regelmäßig über solche aktuellen schulischen und politischen Fragen. In der Unterrichtsreihe Jugend debattiert verbessern sie nicht nur ihre Ausdrucks- und Gesprächsfähigkeit, sondern stärken durch Recherche-Übungen samt ihrer Sachkenntnis und Überzeugungskraft.

Im anschließenden Wettbewerb gilt es, die neu erworbenen Kompetenzen unter fairen Regeln einzusetzen. Koordinatorin Ehrig schätzt ein: "Die Übungen von Jugend debattiert führen zu ausgewogenen und sachlich geführten Debatten im Unterricht.

Darüber hinaus lernen die Schülerinnen und Schüler das Kriterien orientierte Bewerten und Feedback geben, wenn sie als Juroren fungieren." Andere Meinungen zu akzeptieren, fördert auch die Toleranz im normalen Leben.

Die Erst- und Zweitplatzierten beider Altersgruppen qualifizieren sich mit ihrem Sieg für den Landeswettbewerb am 20. April im Landtag in Potsdam und gewinnen ein mehrtägiges professionelles Rhetorik-Training. Das kann für ihre spätere Berufswahl durchaus von Belang sein und vor allem viel Spaß machen.

Zum Regionalverbund Oberhavel gehören folgende Schulen:

Louise-Henriette-Gyrnnasiurn Oranienburg, Neues Gymnasium Glienicke, Marie-Curie- Gymnasium Hohen-Neuendorf, Regine-Hildebrandt-Schule Birkenwerder und Runge-Gymnasium Oranienburg.

Jahrgangsabhängig ist die Qualität der Beiträge zu werten. Immerhin kamen schon Landessieger aus Oberhavel, auch vom Puschkin-Gymnasium aus Hennigsdorf.

Quelle: Oranienburger Genaeralanzeiger 03.03.2015