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Angehende Runge-Historiker*innen drehen Dokumentarfilm

Besonders spezialisierten wir uns auf die Ereignisse in und im wahrsten Sinne des Wortes „über“ Oranienburg am 15. März 1945. Im Zuge dieses Filmes besuchten wir das Stadtarchiv, arbeiteten mit Originalquellen aus dieser Zeit und führten Interviews mit der Historikerin Frau Manuela Vehma und dem Regionalgeschichtsexperten Herrn Rüdiger Kaddatz. Der Dokumentarfilm wird nicht nur im Schloss Oranienburg präsentiert, sondern darüber hinaus auf Veranstaltungen (wie beispielsweise Stadtfesten) gezeigt werden.

 

 

 

 

Hintergründe und Ablauf zum Projekt „Bomben auf Oranienburg“

Zunächst informierte uns die Historikerin Lea Hentschel anhand eines spannenden Vortrags grob über diese Zeit. Somit wurde uns der Einstieg in dieses Thema vereinfacht. In der folgenden Woche konnte eine Kleingruppe unseres Kurses das Stadtarchiv besuchen. Dort gab man uns einen Einblick in Originalquellen, beispielsweise Luftaufnahmen von Oranienburg. Nebenbei wurden schon einige Aufnahmen für den Dokumentarfilm aufgenommen, es war für uns eine vollkommen neue Erfahrung, professionell gefilmt zu werden.

Am folgenden Tag fanden wir uns in einem, von außen eher kahl wirkendem Gebäudeblock wieder, etwas versteckt hinter der Polizeischule in Eden. Innerhalb des Gebäudes erwartete uns eine einzigartige Sammlung an Originaldokumenten aus dem II. WK. In den bereits am Vortag eingeteilten kleinen Gruppen beugten wir uns eifrig über vier Tische, um uns eigenständig in das Thema einzuarbeiten. Anstatt den Vorträgen anderer zu lauschen, wurden wir nun zu den Geschichtserzähler*innen. Groß wurden die Augen der Gruppenmitglieder, als die Projektleiterin unzählige Berichte, Flugblätter, Zeitungsartikel und Bilder aus einer grünen Mappe zum Vorschein brachte und auf dem gesamten Tisch verteilte. Nun hatten wir rund eineinhalb Stunden Zeit, um uns anhand der Quellen fortzubilden, sodass wir sie gemeinsam mit all unseren Eindrücken schließlich der Kamera präsentieren konnten. Erstaunt blickte einer der Schüler auf einen Zeitungsartikel aus dem April 1944, eine originale Quelle, die Seite vergilbt und der Text in altdeutscher Druckschrift verfasst, und griff rasch nach seinen Handschuhen, um ihn näher zu betrachten. Solch papierene Zeitzeugen sind sehr empfindlich und dürfen nicht mit direktem Hautkontakt berührt werden Überall leuchteten begeisterte Augen, einige Schüler*innen schrieben hastig auf ihren Notizblöcken. Was wir im Detail herausfanden, erfahrt ihr im Dokumentarfilm, der voraussichtlich noch dieses Jahr präsentiert wird und mit Wiedereröffnung des ReMO‘s für alle Besucher*innen sichtbar sein wird.

Anschließend wandten wir uns dem Dreh der Dokumentation über Bomben in Oranienburg zu. Hierzu führte man uns in einen Raum in Größe eines Klassenzimmers, vollgestellt mit technischen Geräten, Lampen und einem bodenbespannten Netz aus Kabeln. Paarweise, mit Bildern und Karten ausgestattet, stellten wir uns ins Rampenlicht. Einige berichteten von harten Fakten, andere äußerten sich auf emotionaler Ebene. Wussten wir nicht weiter, so wurden uns Fragen gestellt, die bei der Bearbeitung der Szenen herausgeschnitten wurden.  Nur wenige von uns hatten am Vortag bereits vor der Kamera gestanden, doch es fiel den meisten bei weitem leichter, als erwartet. Der Tag neigte sich dem Ende zu, und alle bereiteten sich auf die Interviews vor, die wir am Folgetag mit zwei historischen Experten führen würden.