Vertretungskonzept

Vertretungsunterricht ist alltäglicher Bestandteil des Schullebens. Durch Erkrankungen von Lehrkräften, Fort- und Weiterbildung, Klassen- und Kursfahrten, Exkursionen, Projekte und außerunterrichtliche Verpflichtungen z.B. im Rahmen einer Tätigkeit als Fachseminarleiterin oder Fachseminarleiter fallen Vertretungen an.

  1. Ziele des Konzeptes
  • Ziel ist die Qualität und Kontinuität des Unterrichts so weit wie möglich zu erhalten und so wenig Unterricht wie möglich ausfallen zu lassen.
  • Das Konzept soll Transparenz, Nachvollziehbarkeit, Eindeutigkeit und Berechenbarkeit für Kollegium, Schülerinnen und Schüler und deren Eltern schaffen

 

  1. Gesetzliche Regelungen im Schulbereich

Die Anordnung von Vertretungsunterricht und Mehrarbeit im Schulbereich ist durch eine Vielzahl von Vorschriften detailliert geregelt. Diese Regelungen sind Grundlage der Vertretungsplanung.

Dabei gilt:

  • Mehrarbeit ist Unterricht über die regelmäßige wöchentliche Unterrichtsverpflichtung hinaus. Diese Stunden unterliegen der Mitbestimmung gemäß PersVG.
  • Statt-Stunden (z.B. Minusstunden durch Hitzefrei oder Klassenfahrten) und VER-Stunden sind Stunden die im Rahmen der wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung geleistet werden. Diese Stunden unterliegen nicht der Mitbestimmung gemäß PersVG.

    Sie sind bei der Vertretung vorrangig einzusetzen.

 

  • Lehrerinnen in der Schwangerschaft oder Stillzeit dürfen keine Mehrarbeit leisten. Schwerbehinderte und Lehrkräfte über 55 Jahren sind auf ihr Verlangen von der Mehrarbeit freizustellen.
  • Bei langfristigem Vertretungsunterricht soll eine Vertretung über das Vertretungsbudget oder Höherstufungen von Lehrkräften angestrebt werden. AG-Stunden können bei z.B. langfristiger Erkrankung in eine VER-Stunde überführt werden. Veränderungen in der Stundentafel von Klassen können ebenfalls vorgenommen werden.
  • Sind VER-Stunden im Deputat enthalten, können Kolleginnen und Kollegen gegebenenfalls auch an freien Tagen eingesetzt werden (außer bei freien Tagen aufgrund von Teilzeit von unter 75 %)
  • Im Ausnahmefall können dadurch auch Tage mit acht Unterrichtsstunden entstehen.

Wesentliche Rechtsquellen
Landesbeamtengesetz LBG, Sozialgesetzbuch SGB, Mutterschutzgesetz MuSchG, Personalvertretungsgesetz PersVG, VV-Arbeitszeit-Lehrkräfte, RS 15/08 Beteiligung der Personalvertretung bei der Anordnung von Mehrarbeit, Amtsmitteilung 10/2018 Unterrichtsausfall und Aufsichtspflicht, Amtsmitteilung 23/2018 Mehrarbeit bei Begleitung von Exkursionen, Projektbegleitung und Schulfahrten, Ordnung für den Vorbereitungsdienst - OVP)

 

III. Verfahren bei unvorhergesehener Abwesenheit von Lehrkräften

Bitte beachten Sie für im Falle von unvorhersehbaren Fehlzeiten (z.B. eigene Erkrankung oder Pflege von erkrankten eigenen Kindern unter 12 Jahren) die folgenden Regelungen:

  1. Die Information über die Abwesenheit ist spätestens zum Dienstbeginn um 07:30 Uhr per Mail an die Planer - Herrn Schötz und Herrn Zschätzsch – über den Lonetaccount zu senden. Die Schulsachbearbeiterin – Frau Bartel – erhält eine Kopie. Im Ausnahmefall kann auch telefonisch über das Fehlen informiert werden. (Fr. Bartel – 03301/57671700)
  2. Bitte geben Sie zudem die voraussichtliche Dauer Ihrer Abwesenheit an.
  3. Wenn Sie in den Dienst zurückkehren informieren Sie die Planer am Vortag bis um 09:00 Uhr auf dem gleichen Weg wie bei 1).
  4. Nach Ihrer Rückkehr in den Dienst erstellen Sie bitte im Sekretariat eine Dienstantrittsmeldung. Das erforderliche Formular finden Sie im Kopierraum.
  5. Bei Fehlzeiten, die länger als 3 Tage andauern (incl. Wochenenden oder Feiertage) ist eine ärztliche Bescheinigung gegebenenfalls dem Sekretariat per Post zuzusenden.
  1. Organisation des Vertretungsunterrichts
  • Der Vertretungs- und ggf. Aufsichtsplan für den aktuellen und nächsten Tag werden über die Monitore und die Homepage der Schule veröffentlicht. Der turbulente Schulalltag macht Änderungen manchmal auch bis zum Unterrichtsende um 15:30 Uhr nötig.
    Alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler informieren sich deshalb fortlaufend an den Monitoren und bei früherem Unterrichtsschluss im Internet.
  • WebUntis ist ein ergänzendes und kostenloses Angebot für die mobile Nutzung auf dem Smartphone. Es kann bisher in Zweifelsfällen – z.B. Klausuraufsichten oder Tagestexten – den Blick auf die Homepage noch nicht ersetzen. Bei Unstimmigkeiten gilt der Monitor in der Schule oder die Homepage für den nächsten Tag.
  • Bei kurzfristigem Ausfall wird unter Beachtung der rechtlichen Grundsätze (Punkt II) folgende Rangfolge der Vertretung angestrebt:

 

  1. Vertretung durch Lehrkräfte, die in der Klasse unterrichten
  2. Vertretung durch einen entsprechenden Fachlehrer
  3. Allgemeine Vertretung

 

 

  • Aufgabenstellungen für Kurse oder Klassen – selbstständiges Lernen:
    • Es wird für die Bereitstellung von Arbeitsmaterialien eine geeignete Lonetgruppe erstellt auf die alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler Zugriff haben. Eine beauftragte Lehrkraft pflegt diese Dateiablage.
    • Bei planbaren Abwesenheiten ist durch die unterrichtende Lehrkraft insbesondere in der Sek II die Bereitstellung einer Aufgabenstellung erwünscht.
  • Während einer Erkrankung stehen Lehrkräfte für die schulische Arbeit grundsätzlich nicht zur Verfügung.

Beschluss der Lehrerkonferenz vom 19.08.2019